Mehr als Produktsuche
Wie Contene Produktwissen durchsuchbar macht
Je größer und komplexer ein Produktbestand wird, desto weniger reicht eine klassische Volltextsuche aus.
In vielen Systemen durchsuchen Anwender Produktbezeichnungen, Beschreibungen und einige ausgewählte Felder. Solange Lieferanten dieselben Begriffe verwenden wie die Benutzer und alle Informationen in einem Datensatz stehen, funktioniert das ausreichend gut.
Die Realität ist komplexer.
Produktwissen verteilt sich auf Artikel, Bilder, Dokumente, technische Eigenschaften, Hersteller, Kategorien, Historien, Qualitätsregeln und viele weitere Strukturen. Unterschiedliche Lieferanten verwenden unterschiedliche Bezeichnungen. (Wie Unternehmen ihre Produktdaten zentral verwalten und strukturieren, beschreiben wir ausführlich im Bereich Produktdaten.) Technische Werte erscheinen in verschiedenen Einheiten. Und häufig steckt das eigentliche Wissen nicht in einzelnen Datensätzen, sondern in ihren Beziehungen.
Produktwissen besteht nicht aus Datensätzen.
Produktwissen entsteht durch die Zusammenhänge zwischen den Daten.
Deshalb wurde Contene nicht als klassische Volltextsuche entwickelt. Die Suchfunktionen arbeiten direkt auf dem Produktmodell. Eigenschaften, Beziehungen, Historien, Referenzen und Qualitätsregeln können genauso Bestandteil einer Abfrage sein wie klassische Texte. Gleichzeitig bildet dieses Modell die gemeinsame Grundlage für APIs, Dashboards, Qualitätsprüfungen und Automatisierungen.
Die Suche beantwortet deshalb nicht nur die Frage:
Welches Produkt enthält dieses Wort?
Sie beantwortet auch Fragen wie:
- Welche Produkte erfüllen diese fachliche Bedingung?
- Welche Dokumente gehören dazu?
- Welche Daten widersprechen sich?
- Welche Änderungen wurden gestern durchgeführt?
Aus einer Produktsuche wird eine Wissensabfrage.
Jede Information wird durchsuchbar
In Contene beschränkt sich eine Suche nicht auf einige Textfelder.
Grundsätzlich kann jede Information Bestandteil einer Abfrage werden:
- Artikel
- Bilder
- Dokumente
- Hersteller
- Kategorien
- Eigenschaften
- Historien
- Qualitätsprüfungen
- Referenzen
- Rückreferenzen
Ebenso durchsuchbar sind die Beziehungen zwischen diesen Informationen.
Nicht nur Informationen werden durchsucht. Auch ihre Zusammenhänge.
Eine Abfrage folgt den Beziehungen
In vielen PIM-Systemen endet eine Suche beim Produktdatensatz.
In Contene beginnt sie dort häufig erst.
Ein Artikel besitzt Bilder.
Ein Bild wird von tausenden Artikeln verwendet.
Ein Dokument gehört zu mehreren Produkten.
Ein Hersteller liefert hunderttausende Artikel.
Diese Beziehungen werden nicht nur gespeichert, sondern selbst durchsuchbar gemacht.
Dadurch lassen sich Fragen beantworten wie:
- Welche Artikel besitzen Bilder mit „789″ im Dateinamen?
- Welche Herstellerlogos gehören zu Herstellern mit „AS“ im Namen?
- Welche Bilder werden von mehr als 10.000 Artikeln verwendet?
- Welche Dokumente gehören zu Produkten einer bestimmten Kategorie?
- Welche Produkte besitzen kein Datenblatt?
- Welche Bilder gehören zu Produkten mit der technischen Eigenschaft „Farbe = Rot“?
Eine Abfrage folgt den Beziehungen des Produktmodells – nicht den Grenzen einzelner Tabellen.
Bedeutung statt Wörter
Menschen suchen selten nach exakt denselben Begriffen, die ein Lieferant verwendet.
Ein Elektriker sucht nach:
Abisolierwerkzeug
Im Produktbestand finden sich jedoch auch:
Abisolierer Kabelentmantler Abmantelwerkzeug Kabelabisolierer Abmantelungswerkzeug
Für Menschen beschreiben diese Begriffe dasselbe Fachgebiet.
Eine klassische Volltextsuche behandelt sie dagegen als unterschiedliche Wörter.
Contene kann Synonyme, fachliche Begriffe und semantische Beziehungen berücksichtigen.
Gesucht wird nicht nur nach Zeichenfolgen.
Gesucht wird nach ihrer Bedeutung.
Produktwissen ist mehr als Synonyme
Synonyme sind nur ein kleiner Teil fachlicher Zusammenhänge.
Ein gutes Beispiel ist die Stromversorgung.
Stromversorgung
├ Batterie
├ Akku
├ Netzteil
├ Powerbank
└ USV
Ein Anwender sucht häufig nach einer Lösung für eine Aufgabe.
Nicht nach exakt dem Begriff eines Herstellers.
Noch deutlicher wird dies bei Knopfzellen.
Eine Knopfzelle kann eine Batterie sein.
Eine Knopfzelle kann ein Akku sein.
Aber niemals beides gleichzeitig.
Solche Zusammenhänge lassen sich nicht über Synonymlisten beschreiben.
Sie benötigen ein Wissensmodell.
Contene kann Oberbegriffe, Unterbegriffe und fachliche Beziehungen in Suchanfragen einbeziehen.
Dadurch orientieren sich Suchergebnisse am Produktwissen statt an Wortlisten.
Eigenschaften statt Wörter
Nicht jede Suchanfrage enthält einen Produktnamen.
Häufig beschreibt der Anwender lediglich eine Eigenschaft.
Ein typisches Beispiel:
VDE Zange
Viele Suchsysteme würden lediglich nach dem Begriff „VDE“ suchen.
Contene kann daraus fachliche Zusammenhänge ableiten.
Die Suchanfrage wird beispielsweise interpretiert als:
Produkttyp = Zange
UND
VDE geprüft = TRUE
Dadurch können auch Produkte gefunden werden, bei denen das Wort „VDE“ niemals in der Produktbeschreibung vorkommt.
Dasselbe Prinzip funktioniert bei vielen weiteren Eigenschaften:
- vandalengeschützt
- halogenfrei
- ESD geeignet
- RoHS-konform
- REACH-konform
- lebensmittelecht
Die Suche arbeitet damit nicht nur auf Texten, sondern auf den eigentlichen Produkteigenschaften.
Technische Werte verstehen
Besonders deutlich wird der Unterschied bei technischen Produkten.
Ein Entwickler sucht beispielsweise:
Widerstand 100000ohm
Im Produktbestand stehen diese Werte häufig in unterschiedlichen Schreibweisen:
100 kΩ
100kOhm
100 kohm
0,1 MΩ
Eine klassische Volltextsuche hätte Schwierigkeiten, diese Angaben als identisch zu erkennen.
Contene kennt dagegen die physikalische Bedeutung der Werte. Das System weiß, dass 100.000 Ohm exakt 100 kΩ entsprechen und kann unterschiedliche Schreibweisen automatisch auf dieselbe Größe abbilden.
Darüber hinaus können auch fachlich ähnliche Werte berücksichtigt werden.
Wer nach 100 kΩ sucht, erhält nicht nur exakte Treffer, sondern bei Bedarf auch nahe Varianten wie:
99,9 kΩ
105 kΩ
120 kΩ
82 kΩ
mit entsprechend geringerer Trefferqualität.
Möglich wird dies durch das Einheitenmodell von Contene. Attribute wissen, welche Einheitengruppe verwendet wird und wie Einheiten miteinander zusammenhängen.
Dadurch versteht die Suche nicht nur Texte.
Sie versteht technische Größen.
Datenqualität sichtbar machen
Ein besonders interessanter Anwendungsfall ist die Qualitätsprüfung.
Angenommen, ein Datenmanager sucht nach:
Bildern von Produkten in der Kategorie Aderendhülsen mit Farbe = Rot
Die Trefferliste enthält 29.130 Bilder von Aderendhülsen mit der Eigenschaft „Farbe = Rot“. Beim Durchsehen fällt ein blaues Produktbild auf.

Damit ist sofort klar:
Irgendetwas stimmt nicht.
Nach kurzer Prüfung zeigt sich beispielsweise:
Technische Daten = Rot
Bild = Blau
oder
Falsche Bildzuordnung
Ein Datenfehler wird innerhalb weniger Sekunden sichtbar. Neben solchen interaktiven Prüfungen unterstützt Contene auch automatische Plausibilitätsprüfungen zur Erkennung von Datenfehlern und Inkonsistenzen.
Ohne Spezialreport.
Ohne Export.
Ohne individuelle Programmierung.
Die Suche dient nicht nur dazu, Informationen zu finden. Sie hilft dabei, Inkonsistenzen in Produktdaten aufzudecken.
Historien als Suchdimension
Oft ist nicht die aktuelle Information interessant, sondern die Veränderung.
Wer hat einen Datensatz geändert?
Wann wurde ein Dokument aktualisiert?
Welche Produkte wurden gestern bearbeitet?
Welche Attribute wurden in der vergangenen Woche verändert?

Deshalb können Historien direkt durchsucht werden.
Änderungen werden damit zu einer eigenständigen Suchdimension und nicht nur zu einem Protokoll, das man mühsam durchsehen muss.
Qualität direkt durchsuchen
Contene durchsucht nicht nur Produktdaten.
Auch Ergebnisse von Qualitätsprüfungen können gezielt ausgewertet werden.
Beispiele:
- Alle Artikel mit Fehlern
- Alle Datensätze mit Warnungen
- Alle offenen Qualitätsprobleme
- Alle Regelverletzungen eines bestimmten Typs
Dadurch werden Qualitätsregeln zu einem aktiven Bestandteil der täglichen Arbeit.
Probleme müssen nicht gesucht werden. Sie werden sichtbar. Die Suchfunktionen sind damit ein wichtiger Bestandteil einer systematischen Verbesserung der Datenqualität.
Gespeicherte Fragen statt wiederholter Arbeit
Viele Unternehmen stellen dieselben Fragen immer wieder.
Zum Beispiel:
- Welche Artikel besitzen kein Bild?
- Welche Artikel besitzen kein Datenblatt?
- Welche Dokumente haben keinen Typ?
- Welche Bilder besitzen keinen Rückverweis?
- Welche Artikel enthalten Fehler?
Solche Abfragen können gespeichert und jederzeit erneut verwendet werden.
Privat für einzelne Benutzer oder öffentlich für das gesamte Team.
Mit der Zeit entsteht dadurch ein gemeinsamer Wissensbestand aus bewährten Analysen, Qualitätsprüfungen und Fachabfragen.
Eine Abfrage – viele Anwendungen
Eine Besonderheit von Contene ist die konsequente Wiederverwendung der Query-Engine.
Ob Suche, Dashboard, Report, API oder Qualitätsprüfung – überall werden dieselben Abfragemechanismen verwendet. Die fachliche Definition einer Fragestellung kann in den jeweiligen Kontexten genutzt werden, ohne dass dafür separate Logik programmiert werden muss.
So bleibt die Logik konsistent und muss nicht mehrfach gepflegt werden.
Fragen statt Rätseln
Ein Kunde brachte den Nutzen einmal sehr treffend auf den Punkt:
„Im Meeting kommt eine Frage auf. Früher mussten wir exportieren oder jemanden aus der IT fragen. Heute öffnen wir Contene, stellen die Frage und haben die Antwort innerhalb weniger Sekunden.“
Die Fragen betreffen dabei selten einzelne Produkte.
In der Regel geht es um fachliche und geschäftliche Zusammenhänge.
Zum Beispiel:
- Wie viele Artikel mit Status 4, Webshopfreigabe und aktivem Bestand im Lager haben wir von Hersteller X?
- Welche freigegebenen Produkte besitzen kein Datenblatt?
- Wie viele Artikel eines Herstellers enthalten Fehler?
- Welche Produkte wurden diese Woche geändert und noch nicht exportiert?
- Welche Artikel sind online, erfüllen aber bestimmte Qualitätsregeln nicht?
Oft liegen die dafür benötigten Informationen verteilt in ERP, PIM, Shop, Dokumenten oder Qualitätsprüfungen.
Contene führt diese Informationen in einer Abfrage zusammen.
Während andere noch diskutieren oder Daten exportieren, liegen die Antworten bereits auf dem Tisch.
Suchfunktion oder Wissensabfrage?
Viele Systeme stellen die Frage:
Welche Produkte möchten Sie finden?
Contene stellt eine andere Frage:
Welche Frage möchten Sie beantworten?
Jede Information, jede Beziehung und jede Regel kann Bestandteil einer Abfrage werden.
Deshalb durchsucht Contene nicht nur Produkttexte. Contene durchsucht Produktwissen. Aus einer Suchfunktion wird eine universelle Abfragesprache für den gesamten Produktbestand.
