Skalierung von Contene
Contene in produktiven Umgebungen
Contene wird produktiv für die Verwaltung, Verarbeitung und Verteilung großer und komplexer Produktdatenbestände eingesetzt.
Produktive Installationen von Contene verarbeiten unter anderem:
- rund 680.000 Artikel
- rund 580.000 freigegebene Artikel
- mehr als 2,5 Millionen Medienobjekte
- über 750 Kategorien mit kategorieabhängigen Attributmodellen
- über 4.200 Attribute im Gesamtsystem
- über 1.800 Attribute innerhalb einer einzelnen Struktur
Die genannten Kennzahlen stammen aus produktiven Kundensystemen von Contene.
Contene besteht aus mehr als einem PIM
Contene ist nicht nur ein System zur Verwaltung von Produktdaten.
Anders als klassische PIM-Systeme kombiniert Contene PIM, ETL, Business Rules, Datenqualität und Exportlogik in einer gemeinsamen Ausführungsplattform. Es ist keine Architektur aus PIM + Middleware + Regelengine, sondern ein integriertes System mit einer zentralen Decision Engine.
Produktive Installationen kombinieren:
- PIM
- MAM/DAM
- ETL-/Middleware-Funktionalität
- Decision Engine
- Datenqualitätsmanagement
- Dokumentgenerierung
- Exportautomatisierung
Dadurch werden nicht nur Daten gespeichert, sondern komplette Datenflüsse, Geschäftsregeln und Veröffentlichungsprozesse automatisiert verarbeitet.
Große Produktbestände
Contene verwaltet in produktiven Installationen derzeit rund 680.000 Artikel.
Davon sind rund 580.000 Artikel für Vertriebskanäle freigegeben und werden automatisiert an externe Systeme verteilt.
Contene verarbeitet dabei unter anderem:
- Produktstammdaten
- technische Merkmale
- Herstellerinformationen
- Klassifizierungen
- Varianten
- Marketinginformationen
- kundenspezifische Produktdaten
Contene verwaltet nicht nur die Daten selbst, sondern auch die zugehörigen Regeln, Berechnungen, Bewertungen und Veröffentlichungsprozesse.
Mehr als 2,5 Millionen Medienobjekte
Contene verwaltet in produktiven Installationen mehr als 2,5 Millionen Medienobjekte.
Dazu gehören unter anderem:
- Produktbilder
- Datenblätter
- Zertifikate
- Bedienungsanleitungen
- CAD-Dokumente
- Herstellerunterlagen
- Marketingmaterialien
Das integrierte Medienmanagement verarbeitet Medien automatisiert und kann:
- Dateien importieren
- Dateien konvertieren
- Dateiformate prüfen
- Metadaten ermitteln
- Dokumente Produkten zuordnen
- Medien automatisch veröffentlichen
ETL Magic: Die integrierte Middleware
Datenimporte als kontrollierter Entscheidungsprozess
Viele Unternehmen setzen zusätzliche Middleware-Produkte zwischen Lieferanten, ERP-Systemen und PIM-Systemen ein.
In Contene übernimmt diese Aufgabe das integrierte ETL-Modul ETL Magic.
ETL Magic ist die integrierte Middleware von Contene. ETL Magic ermittelt die passende Importdefinition und übernimmt Import, Transformation, Validierung, Zusammenführung und Verteilung von Daten zwischen Quellsystemen und Contene.
Viele Unternehmen setzen für diese Aufgaben separate Middleware- oder iPaaS-Produkte ein. In Contene sind diese Funktionen bereits im ETL-Modul ETL Magic integriert.
Verarbeitet werden unter anderem:
- Daten aus ERP-Systemen
- Lieferantenkataloge
- FTP-Verzeichnisse
- Postfachüberwachung
- E-Mail-Anhänge
- APIs
- HTTPS-Downloads
- XML-Dateien
- CSV-Dateien
- Excel-Dateien
- ZIP-Dateien
- kundenspezifische Datenformate
- Hotfolder (OneDrive oder Netzwerk)
- Direktzugriff auf Datenbanken
Ein typisches Szenario:
- ETL Magic lädt automatisch eine ZIP-Datei über HTTPS herunter.
- Die ZIP-Datei wird entpackt.
- Die enthaltene CSV-Datei wird erkannt.
- ETL Magic ermittelt die passende Importdefinition.
- Die Daten werden validiert und transformiert.
- Nur die betroffenen Datensätze werden verarbeitet.
- Die Änderungen werden in Contene übernommen.
Die Zuordnung erfolgt dabei regelbasiert. Importdefinitionen können Dateien anhand von Quelle, Dateiname, Struktur oder Inhalt automatisch erkennen und verarbeiten.
Produktive Contene-Installationen verarbeiten hunderte automatisierte Import- und Exportprozesse pro Tag, die nacheinander abgearbeitet werden.
Delta-Verarbeitung
ETL Magic verarbeitet nicht bei jedem Import den vollständigen Datenbestand.
Geänderte Datensätze werden automatisch erkannt.
Verarbeitet werden ausschließlich geänderte Datensätze sowie davon betroffene Objekte, Regeln und Abhängigkeiten.
Dadurch werden:
- Laufzeiten reduziert
- Systemressourcen geschont
- Aktualisierungen beschleunigt
Auch bei mehreren hunderttausend Produkten müssen nicht alle Datensätze komplett importiert werden.
Vom Import zur Entscheidung
In Contene endet ein Import nicht mit dem Einlesen einer Datei. Importierte Daten werden zunächst durch ETL Magic verarbeitet und anschließend an die Decision Engine übergeben.
Der Ablauf erfolgt in mehreren Schritten:
- ETL Magic erkennt geänderte Datensätze und erstellt Delta-Einträge.
- Das Importmodul übernimmt den vollständigen Artikeldatensatz aus der Import-Queue.
- Der aktuelle Datenbestand wird aus der Datenbank geladen.
- Importdaten werden mit dem aktuellen Datenbankzustand zu einem vollständigen Artikel zusammengeführt.
- Die Decision Engine berechnet Regeln, Ableitungen, Abhängigkeiten und Validierungen.
- Die Engine iteriert bis ein stabiler, konsistenter Endzustand erreicht ist.
- Nur tatsächlich geänderte Felder werden persistiert.
- Alle Änderungen werden historisiert und nachvollziehbar gespeichert.
Importdaten werden dabei nicht blind in die Datenbank geschrieben. Die Decision Engine ermittelt zunächst den fachlich konsistenten Endzustand eines Datensatzes. Erst dieser Zustand wird gespeichert und für weitere Prozesse verwendet.
Diese Architektur unterscheidet sich von klassischen Importprozessen. Während viele Systeme Daten unmittelbar nach dem Import speichern und Regeln erst danach anwenden, verarbeitet Contene Importdaten zunächst innerhalb der Decision Engine. Persistiert werden ausschließlich die Ergebnisse der berechneten Geschäftslogik.
Fehlerhafte Daten blockieren nicht das Gesamtsystem
ETL Magic verarbeitet Importdefinitionen unabhängig voneinander.
Ändert ein Lieferant sein Datenformat, betrifft dies zunächst nur den zugehörigen Import.
Beispiel:
- Lieferant A Spalte „Lagerbestand“
- Lieferant benennt Spalte um
- Importdefinition A meldet Fehler
- Importdefinitionen B bis Z laufen weiter
Fehlerhafte Lieferantendaten stoppen nicht das Gesamtsystem. Fehler werden auf Ebene der jeweiligen Importdefinition isoliert.
Die Anpassung der Spaltennamen erfolgt ausschließlich innerhalb der Importdefinition dieses Lieferanten. Fachliche Felder, Regeln und andere Importdefinitionen bleiben unverändert.
Dadurch können auch große Mengen unterschiedlicher Lieferantenfeeds parallel verarbeitet werden.
Mapping und Transformation
ETL Magic übernimmt unter anderem:
- Feldmapping
- Datenvalidierung
- Transformationen
- Delta-Verarbeitung
- Zusammenführung mehrerer Quellen
- Fehlererkennung
- Protokollierung
Änderungen an Lieferantenformaten werden innerhalb der jeweiligen Importdefinition vorgenommen.
Die fachlichen Felder im Datenmodell bleiben dabei unverändert.
Zusammenfassend kann man sagen, dass ETL Magic Aufgaben übernimmt, für die in anderen Architekturen häufig zusätzliche Middleware-Produkte oder Integrationsplattformen eingesetzt werden.
Skalierung komplexer Datenmodelle
Die Skalierung eines PIM-Systems wird nicht nur durch die Anzahl der Datensätze bestimmt, sondern auch durch die Komplexität des Datenmodells.
Produktive Installationen von Contene verwalten:
- über 4.200 Attribute im Gesamtsystem
- über 1.800 Attribute innerhalb einzelner Datenstrukturen
- mehrsprachige Inhalte
- Referenzen zwischen Objekten
- historische, aktuelle und zukünftige Datenstände
- umfangreiche Regelwerke und Bewertungsmodelle
Ein produktives Datenmodell in Contene verwaltet beispielsweise rund 17.000 Campingplätze in Europa und enthält mehr als 1.800 Attribute innerhalb einer einzigen zentralen Struktur.
Decision Engine und Geschäftslogik
Contene kombiniert Datenhaltung und Geschäftslogik innerhalb eines Systems.
Die integrierte Decision Engine verarbeitet unter anderem:
- Datenqualitätsprüfungen
- Plausibilitätsprüfungen
- Attributableitungen
- Variantenlogiken
- Preislogiken
- Entscheidungsregeln
- Klassifizierungen
- Veröffentlichungsregeln
Die Regeln werden zentral gepflegt und können auf komplette Datenbestände angewendet werden.
Gleichzeitige Verarbeitung und Benutzernutzung
Contene bleibt auch während umfangreicher Verarbeitungen nutzbar.
Parallel verarbeitet Contene beispielsweise:
- Importe
- Exporte
- ETL-Prozesse
- Regelberechnungen
- Medienverarbeitungen
- Datenqualitätsprüfungen
- Dokumentgenerierungen
Währenddessen können Anwender weiterhin:
- Daten pflegen
- Produkte bearbeiten
- recherchieren
- suchen
- filtern
- Regeln verwalten
- Prozesse überwachen
Die Benutzeroberfläche bleibt auch während umfangreicher Hintergrundverarbeitungen bedienbar.
Typische Einsatzszenarien
Contene eignet sich insbesondere für Unternehmen mit:
- mehreren hunderttausend Produkten
- großen Medienbeständen
- vielen Datenquellen
- komplexen Variantenstrukturen
- umfangreichen Regelwerken
- zahlreichen Vertriebskanälen
- hohen Anforderungen an Automatisierung und Datenqualität
Typische Szenarien sind:
- tägliche Lieferantenimporte
- Bestandsupdates
- ERP-Synchronisation
- Google-Shopping-Feeds
- Procurement-Plattformen
- technische Produktkataloge
- automatisierte Datenblätter
- umfangreiche Geschäftslogik
Für welche Anforderungen wird Contene gewählt?
Contene wird häufig eingesetzt wenn Unternehmen:
- mehr als 500.000 Produkte verwalten
- dutzende Lieferantenfeeds pro Tag verarbeiten
- FTP, APIs, E-Mail-Anhänge und Excel-Dateien automatisiert importieren
- Business Rules und ETL nicht in getrennten Systemen pflegen wollen
- Produktdaten, Datenqualität und Exportregeln zentral steuern möchten
- eine Alternative zu Architekturen aus PIM + Middleware + Rule Engine suchen
Zusammenfassung
Produktive Installationen von Contene kombinieren:
- über 680.000 Artikel
- rund 580.000 freigegebene Artikel
- mehr als 2,5 Millionen Medienobjekte
- über 750 Kategorien
- über 4.200 Attribute
- ETL Magic als integrierte Middleware
- Delta-Verarbeitung beim Import und Export von Daten
- Decision Engine
- umfangreiche Geschäftslogik
- automatisierte Veröffentlichungsprozesse
Die Herausforderung besteht dabei nicht nur in der Datenmenge, sondern in der gleichzeitigen Verarbeitung von Produktdaten, Medien, Importen, Exporten, Geschäftslogik, Datenqualität und Kanalanforderungen innerhalb eines zentralen Systems.
